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Spenden für Afghanistan

Spendenaufruf der Solidaritätsgruppe Afghanistan

Spendenaufruf hier downloaden – bitte weiter verbreiten!

Eure Spenden überweist bitte an:


IBAN: AT17 201 11844 3151 1202 ltd. auf Hedwig Presch
BIC: GIBAATWWXXX

Verwendungszweck: Afghanistan Solidarität, ggf. auch mit Wünschen nach Zuteilung (für Lebensmittel, Bildung, Brunnen…)

Was bisher erreicht wurde

Wir haben uns zuerst auf Direkthilfen (für Lebensmittel, Medikamente) zu konzentriert.

Bisher haben wir 19.436 € (Stand 18.08.2022) über Freund:innen nach Afghanistan schicken können.

Kürzlich erreichte uns ein Ersuchen aus Ghazni, den Brunnenbau für ein Dorf in einer sehr kargen Gegend zu unterstützen – nicht zuletzt zum Bewässern der umliegenden Felder. Damit stimmen wir überein und wir unterstützen solche Initiativen im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Weiters wurde uns von einem besonders dringenden Bedarf einer Gruppe von Sportlerinnen – teilweise aus dem Team der Frauenfußballerinnen, die noch immer nicht evakuiert wurden – berichtet. Auch hier wird (nach Recherchen) Unterstützung geleistet.

Bisher wurden Direkthilfen an 187 Haushalte in folgenden Regionen verteilt: Bamyan, Ghor, Herat, Ghazni, Baghlan, Samangan, Jalalabad, Maidan Wardak, Faryab und Kabul. Bis jetzt hat jede Familie eine einmalige Lebensmittelspende bekommen.

Seit Juli 2022 fördern wir auch informelle Mädchenbildung. Es gibt Kontakte zu ambitionierten Frauen, die in den Dörfern privat unterrichten, teilweise auch Frauen (mit) alphabetisieren; es gibt eine Anfrage von Lehrerinnen, die Mädchen, die bekanntlich nur bis zur 7. Klasse in die Schule gehen dürfen, zur Matura bringen möchten und und und

Wir beginnen mit von 120€ pro Lerngruppe. Mit den Spenden aus Daueraufträgen – es sind dzt. 425€ mtl. – können verlässliche Zuschüsse für Unterrichtende und Lernmaterial finanziert werden. Wir möchten weitere regelmäßige, fixe Spender:innen finden, denn hier geht es ganz konkret um die Zukunft von Mädchen. Bei der ersten Frau, die eine Lerngruppe gründen wollte, meldeten sich gleich einmal 29 Interessentinnen…

Mädchen fördern

Info-Pädagoginnen

Wir schicken weiter Geld für Lebensmittel, Medikamente etc.

Wie wir Spenden organisieren

Wir sammeln in unserem Bekanntenkreis und über alle Kanäle, die uns zur Verfügung stehen. Jeder Betrag ist willkommen. Daueraufträge wären natürlich besonders hilfreich, um besonders gefährdeten Familien regelmäßig helfen zu können und Mädchenbildung verlässlich zu unterstützen.

Wichtige Prinzipien dabei sind,

  • dass die Unterstützung auch wirklich bei den Betroffenen ankommt, und

  • dass vor allem Personen und Familien in ländlichen Gebieten und außerhalb von den Zentren erreicht werden.

Jeweils nach tausend gesammelten Euro wird das Geld von unseren Expert:innen nach Afghanistan an verlässliche Freunde und Verwandte geschickt. Diese verteilen auch mit Hilfe von Kooperationspartner:innen vor Ort.

Vorrangig gehen die Lebensmittel oder Gelder an arme Familien, die keine Männer mit Einkommen und keine Zuwendungen von Hilfsorganisationen oder Exilafghanen erhalten.

Pro Familie sind 100 Euro vorgesehen. Die Kontaktpersonen in Afghanistan schicken oft schon im Vorhinein Listen von Frauen und Familien, die schnell Hilfe brauchen. Vor Ort wird entschieden, was am dringendsten notwendig ist – Lebensmittel oder/und Geld für medizinische Behandlung und Medikamente. Je nach Familiengröße reichen die Lebensmittel für einige Wochen.

Mit den Lehrerinnen, die privat unterrichten, wird es klare Vereinbarungen geben.

Kriterien für die jeweiligen Zuweisungen

  • Die Spenden (Geld, Lebensmittel, Heizmaterial, Medikamente) für mittellose Familien und alleinstehende Frauen sollen in jenen Regionen zur Verteilung kommen, wo wir eine vertrauenswürdige Person kennen, die die Verteilung übernimmt und darüber berichtet.

  • Unsere Spenden sollen dorthin gelangen, wo am wenigsten Hilfe geleistet wurde – nicht zuletzt zu den Frauen, die bisher keinen Zugang zu Auslandshilfen haben.

  • Wir achten darauf, dass möglichst in vielen Provinzen geholfen wird, mehr am Land als in den Städten, da in den zentralen Orten eher noch ausländische Gelder ankommen.

  • Die Vertrauenspersonen vor Ort entscheiden, welche Familien am schnellsten Hilfe brauchen.

  • Hilfe zur Selbsthilfe planen wir sorgfältig und werden mit passenden Gruppen zusammenarbeiten: Ab Juli 2022 stärken oder ermöglichen wir Unterricht für Mädchen und Basisbildung für Frauen. Unser Ideal wäre, Selbsthilfe mit Perspektive auf mehr Unabhängigkeit zu ermöglichen, z.B. in der lokalen Landwirtschaft oder Kleingewerbe.

Was wir noch planen

Wir haben uns vorgenommen, uns vorrangig auf Direkthilfen zu konzentrieren. Wir wollen aber keinesfalls nur „spenden“, sondern vor allem zuhören, was die Menschen in Afghanistan benötigen, um ein würdevolles Leben führen zu können.

Wir hören von erstaunlichen Initiativen im Bereich Bildung – von digitalen Schulungen bis zu engagierter privater Mädchenbildung.

Damit wollen wir uns in Zukunft mehr befassen. Wir möchten von den ambitionierten Menschen in Afghanistan lernen, mit ihnen in Austausch treten und weitere Unterstützung organisieren. Wir wollen z.B. wissen, wie Lehrer:innen und Kinder trotz schwieriger Situation weiterlernen. Die erste direkte Verbindung zwischen einer Schulklasse in Wien mit einer Klasse in Afghanistan ist im Entstehen. Übers Internet könnten sie sich treffen und mehr über den jeweiligen Alltag erfahren.

Wir hören auch von Produzierenden, die ihre Waren, z.B. Teppiche, verkaufen möchten – und von fehlenden Produktionsmitteln, aber auch von fehlenden Möglichkeiten und Netzwerken, um ihre Produkte zu verkaufen.

Wir werden weiter zuhören, was am dringendsten gebraucht wird und soweit möglich unterstützen.

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